Und dabei finde ich eine Frage gerade ziemlich spannend:
Warum vertrauen wir inzwischen fast jedem - nur oft nicht mehr uns selbst?
Ganz früher fragten Menschen nicht nur die Sterne, den Wald oder das Feuer. Man saß zusammen, erzählte Geschichten, hörte den Ältesten zu, teilte Erfahrungen und war eingebunden in Gemeinschaft.
Später dann... sogar noch in meiner Jugend... gingen wir in die Bibliothek... zogen einen der gefühlt hundert Bände von Meyers Lexikon aus dem Regal... fragten die Eltern - oder, je nach Thema, die beste Freundin. Manche erinnern sich vielleicht auch noch an die Zeiten, in denen eine einzige Person im Freundeskreis als wandelndes Lexikon galt und irgendwie immer alles wusste 😄.
Heute tragen wir das gesamte Wissen der Welt in unserer Hosentasche. Innerhalb von Sekunden bekommen wir Antworten auf fast jede Frage. Und das ist großartig. Und gleichzeitig frage ich mich manchmal: Haben wir auf dem Weg dorthin vielleicht etwas eingetauscht?
Denn Wissen zu finden ist heute unglaublich leicht geworden.
Sich selbst zu finden fühlt sich oft schwieriger an.
Ich möchte hier übrigens auf keinen Fall die „gute alte Zeit“ verklären. Ganz ehrlich? Ich liebe viele Entwicklungen unserer Zeit... ich liebe Möglichkeiten... ich liebe schnelle Wege... neue Ideen, Techniken, Chancen... und die unglaublichen Verbindungen, die heute entstehen können. Sonst würde ich vermutlich keinen Newsletter schreiben, der in wenigen Sekunden bei Menschen in der ganzen Welt landet 😉.
Und doch... manchmal erwischt mich trotzdem so ein kleiner melancholischer Moment, in dem ich denke: Früher hatte irgendwie auch etwas.
Aber ich glaube gar nicht, dass es um früher oder heute geht. Es geht auch nicht um Schwarz oder Weiß. Wie so oft liegt das Leben vermutlich irgendwo dazwischen und jeder darf seinen eigenen Weg finden - mit den Möglichkeiten, die wir heute haben, und den Bedingungen, die das Leben jedem gerade mitbringt.
Früher habe ich irgendwann gespürt, dass es mehr gibt als rationales Denken. Dass da etwas außerhalb des Sichtbaren liegt. Etwas, das sich nicht logisch erklären lässt und trotzdem da ist.
Und heute frage ich mich manchmal, ob es vielleicht auch etwas außerhalb dieser Geschwindigkeit und dieser Dauerpräsenz gibt. Etwas, das sich nicht beschleunigen lässt... etwas, das wartet - nicht auf bessere Zeiten. Vielmehr darauf, dass wir wieder zuhören.
Und so habe ich heute eine vielleicht etwas krasse Frage für Dich:
Wenn Du für einen Tag keine einzige Meinung von außen hören würdest - wüsstest Du eigentlich noch, was Du selbst willst?
Puh... lass die Frage ruhig mal einen Moment stehen.
Vielleicht magst Du Dir in den nächsten Tagen einfach zehn Minuten schenken... zehn Minuten ohne Handy... ohne Musik... ohne Podcast. Vielleicht mit einer Tasse Tee im Garten, auf dem Balkon oder einfach am offenen Fenster.
Ich liebe solche Momente mit etwas Räucherwerk... mit dem herrlichen Omanischen Weihrauch, wenn die Gedanken Karussell fahren und sich alles im Kreis dreht. Oder einer Räuchermischung, die Ruhe und Klarheit bringt. Manchmal begleitet mich dabei auch ein Fluorit - dieser wunderbare Stein für geistige Ordnung und Fokus, oder der Labradorit, wenn ich wieder etwas näher an meine Intuition heranrücken möchte.
Nicht, weil ein Stein oder eine Räuchermischung die Antwort kennt. Aber manchmal helfen sie uns dabei, wieder still genug zu werden, damit wir unsere eigene Antwort hören können.
Und vielleicht bemerkst Du dann etwas Erstaunliches:
Deine innere Stimme war nie weg.
Es war nur um Dich herum ziemlich laut geworden.
Von Herzen, Annett 💞
P.S.: Falls Du gerade das Gefühl hast, dass im Außen sehr viel gleichzeitig ruft: Vielleicht findest Du in unseren Räuchermischungen, beim Weihrauch oder bei einem passenden Edelstein einen kleinen Begleiter, der Dich wieder ein Stück näher zu Dir selbst bringt. Manchmal reichen schon zehn Minuten abtauchen in die eigene Welt 💛