Neulich wollte ich ein Paket aus der Postfiliale abholen. Ich hatte nicht richtig auf die Zeit geschaut und stand vor verschlossener Tür - noch 20 Minuten bis zur Öffnung 🙄. Zu wenig Zeit, um schnell noch etwas anderes zu erledigen. Zu viel Zeit, um einfach nur herumzustehen. Und da ich die Filiale nicht noch einmal anfahren wollte - sie liegt so gar nicht auf meiner Strecke - blieb mir nichts anderes übrig als: warten 😑.

Und dann ertappte ich mich... meine Hand wanderte fast automatisch zum Handy... Mails... Nachrichten... facebook... Instagram. Noch schnell dies. Noch kurz das. Und dann fragte ich mich: Wann habe ich eigentlich verlernt, einfach nur dazustehen?

Früher hätte ich vermutlich Menschen beobachtet. Hätte durch die Gegend geschaut, meinen Gedanken hinterhergehangen oder einfach nur vor mich hingestarrt. Heute scheint jede freie Minute sofort gefüllt werden zu wollen. Fünf Minuten an der Kasse... zwei Minuten an der Ampel im Auto... drei Minuten auf dem Weg zur Haltestelle. Irgendetwas läuft immer... irgendetwas blinkt... irgendetwas möchte noch kurz beantwortet werden.

Und während ich dort vor der Post stand, dachte ich: Vielleicht geht es gar nicht um diese 20 Minuten... vielleicht geht es um etwas ganz anderes... vielleicht habe ich verlernt, Leerräume auszuhalten.

Früher hatte Langeweile keinen besonders guten Ruf. Heute wirkt sie fast wie eine ausgestorbene Art. Dabei entstand genau dort oft etwas Wertvolles... Ideen tauchten plötzlich auf... Gedanken bekamen Platz...Tagträume begannen... und manchmal kamen Antworten auf Fragen, die man sich gar nicht bewusst gestellt hatte.

Je länger ich dort an der Post stand, desto mehr fragte ich mich, ob wir heute vielleicht gar keinen Mangel an Informationen haben - vielleicht haben wir eher einen Mangel an Stille.
Denn wenn ständig etwas im Außen spricht - wann soll die innere Stimme eigentlich noch zu Wort kommen?

Und vielleicht fragen wir heute deshalb so oft andere was richtig ist... Podcasts... facebook... Youtube... Instagram... Nachrichten... Google... ChatGPT... vermeintliche Experten... irgendjemand weiß es schon. Nur wir selbst stehen manchmal daneben und warten darauf, dass uns jemand sagt, was wir fühlen, entscheiden oder tun sollen.

Hängematte

Und dabei finde ich eine Frage gerade ziemlich spannend:

Warum vertrauen wir inzwischen fast jedem - nur oft nicht mehr uns selbst?

Ganz früher fragten Menschen nicht nur die Sterne, den Wald oder das Feuer. Man saß zusammen, erzählte Geschichten, hörte den Ältesten zu, teilte Erfahrungen und war eingebunden in Gemeinschaft.

Später dann... sogar noch in meiner Jugend... gingen wir in die Bibliothek... zogen einen der gefühlt hundert Bände von Meyers Lexikon aus dem Regal... fragten die Eltern - oder, je nach Thema, die beste Freundin. Manche erinnern sich vielleicht auch noch an die Zeiten, in denen eine einzige Person im Freundeskreis als wandelndes Lexikon galt und irgendwie immer alles wusste 😄.

Heute tragen wir das gesamte Wissen der Welt in unserer Hosentasche. Innerhalb von Sekunden bekommen wir Antworten auf fast jede Frage. Und das ist großartig. Und gleichzeitig frage ich mich manchmal: Haben wir auf dem Weg dorthin vielleicht etwas eingetauscht?

Denn Wissen zu finden ist heute unglaublich leicht geworden.
Sich selbst zu finden fühlt sich oft schwieriger an.

Ich möchte hier übrigens auf keinen Fall die „gute alte Zeit“ verklären. Ganz ehrlich? Ich liebe viele Entwicklungen unserer Zeit... ich liebe Möglichkeiten... ich liebe schnelle Wege... neue Ideen, Techniken, Chancen... und die unglaublichen Verbindungen, die heute entstehen können. Sonst würde ich vermutlich keinen Newsletter schreiben, der in wenigen Sekunden bei Menschen in der ganzen Welt landet 😉.
Und doch... manchmal erwischt mich trotzdem so ein kleiner melancholischer Moment, in dem ich denke: Früher hatte irgendwie auch etwas.

Aber ich glaube gar nicht, dass es um früher oder heute geht. Es geht auch nicht um Schwarz oder Weiß. Wie so oft liegt das Leben vermutlich irgendwo dazwischen und jeder darf seinen eigenen Weg finden - mit den Möglichkeiten, die wir heute haben, und den Bedingungen, die das Leben jedem gerade mitbringt.

Früher habe ich irgendwann gespürt, dass es mehr gibt als rationales Denken. Dass da etwas außerhalb des Sichtbaren liegt. Etwas, das sich nicht logisch erklären lässt und trotzdem da ist.
Und heute frage ich mich manchmal, ob es vielleicht auch etwas außerhalb dieser Geschwindigkeit und dieser Dauerpräsenz gibt. Etwas, das sich nicht beschleunigen lässt... etwas, das wartet - nicht auf bessere Zeiten. Vielmehr darauf, dass wir wieder zuhören.

Und so habe ich heute eine vielleicht etwas krasse Frage für Dich:

Wenn Du für einen Tag keine einzige Meinung von außen hören würdest - wüsstest Du eigentlich noch, was Du selbst willst?

Puh... lass die Frage ruhig mal einen Moment stehen.

Vielleicht magst Du Dir in den nächsten Tagen einfach zehn Minuten schenken... zehn Minuten ohne Handy... ohne Musik... ohne Podcast. Vielleicht mit einer Tasse Tee im Garten, auf dem Balkon oder einfach am offenen Fenster.

Ich liebe solche Momente mit etwas Räucherwerk... mit dem herrlichen Omanischen Weihrauch, wenn die Gedanken Karussell fahren und sich alles im Kreis dreht. Oder einer Räuchermischung, die Ruhe und Klarheit bringt. Manchmal begleitet mich dabei auch ein Fluorit - dieser wunderbare Stein für geistige Ordnung und Fokus, oder der Labradorit, wenn ich wieder etwas näher an meine Intuition heranrücken möchte.

Nicht, weil ein Stein oder eine Räuchermischung die Antwort kennt. Aber manchmal helfen sie uns dabei, wieder still genug zu werden, damit wir unsere eigene Antwort hören können.

Und vielleicht bemerkst Du dann etwas Erstaunliches:
Deine innere Stimme war nie weg.
Es war nur um Dich herum ziemlich laut geworden.

Von Herzen, Annett 💞

P.S.: Falls Du gerade das Gefühl hast, dass im Außen sehr viel gleichzeitig ruft: Vielleicht findest Du in unseren Räuchermischungen, beim Weihrauch oder bei einem passenden Edelstein einen kleinen Begleiter, der Dich wieder ein Stück näher zu Dir selbst bringt. Manchmal reichen schon zehn Minuten abtauchen in die eigene Welt 💛

Pusteblume

Am nächsten Wochenende ist Pfingsten - natürlich werde ich darüber an dieser Stelle auch mehr über Hintergründe und Rituale schreiben 💫.
Pfingsten ist das Fest der Geburt des Geistes...  der Klarheit... der Wahrheit...der Schöpferkraft.

Wenn Du für Dein eigenes Pfingstritual noch etwas benötigst, Deine innere Vision bestärken oder ein ganz persönliches Pfingstritual gestalten möchtest, findest Du in meinem Shop einige liebevoll ausgewählte Begleiter:

🕯 Die Allgäuer Heilkräuterkerze Vision
Sie vereint lichtvolle Pflanzenkräfte und unterstützt Dich dabei, innere Bilder klarer zu empfangen und mutig den nächsten Schritt zu gehen. Zünde sie an, wenn Du Dir Zeit für Deine Zukunftsvision nehmen möchtest.

🌿 Unsere Räuchermischung „Zeit für Visionen“
Eine fein abgestimmte Komposition aus Kräutern, Blüten und Harzen, die den Geist öffnen, den Gedankenfluss anregen und Dich mit der schöpferischen Quelle verbinden. Ideal für kreative Prozesse, Meditation oder stille Reflexion.
In der Mischung enthalten - ein kleiner Aquamarin... der Wahrheitsfinder.

Heilkräuterkerze Vision
Räuchermischung Zeit für Visionen

🙌  Räuchermischung "Weg zur Schöpferkraft"
Lasse Deine kreative Schaffenskraft erblühen... befreie dich von den üblichen Grenzen befreien und geh Deinen eigenen Weg. Lass Dich von dem kraftvollen Duft inspirieren und spüre die positive Energie, die in Dir aufsteigt.
In der Mischung enthalten - ein kleiner Obsidian-Trommelstein... der Wegbereiter.

Räuchermischung Weg zur Schöpferkraft
Aquamarin
Sommersonnenwende

Deine Jahreskreis - Ritualbegleiter

Nächstes Fest im Jahreskreis:

Litha - das Fest des Lichts und der Lebensfreude 
zur Sommersonnenwende am 21. Juni 2026

Mit Litha feiern wir den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres.
Die Sonne steht hoch am Himmel, die Natur ist in ihrer vollen Kraft - alles ist weit, offen und lebendig. Es ist diese Zeit, in der sich das Leben nicht mehr zurückhält. Alles blüht, wächst, zeigt sich. Die Abende sind warm, das Licht scheint endlos… und irgendwo liegt dieses Gefühl von: Genau jetzt ist Leben.

Litha ist ein Fest für die Freude... für Leichtigkeit... für das Draußensein, das Lachen, das Barfußlaufen durchs Gras.
Und gleichzeitig ist es eine Einladung, dich selbst in diesem Licht zu sehen:
Was in dir ist gerade lebendig?
Was darf Raum bekommen?
Wo spürst du dieses klare, warme Ja zu deinem Leben?

Es ist kein vorsichtiges Fragen mehr wie im Frühling. Es ist ein Fühlen. Ein Erleben. Ein einfaches, ehrliches: Ich bin da.

🕯 Allgäuer Heilkräuter-Kerze Litha - Sommersonnenwende

Die Allgäuer Heilkräuter-Kerze Litha trägt die warme, strahlende Energie des höchsten Lichts in sich. Ihr Schein wirkt wie ein stilles Erinnern daran, was bereits in Deinem Leben da ist. Sie unterstützt Dich dabei, innezuhalten, zu genießen und Dich bewusst mit Deiner eigenen Fülle zu verbinden.
Eine wunderbare Begleiterin für lange Sommerabende... oder für Momente, in denen Du Dich mit Dir selbst und Deinem Weg verbinden möchtest.


🌿 Räuchermischung Litha

Unsere Räuchermischung Litha ist wie ein eingefangener Sommertag... sonnig, weich und voller Tiefe. Ihr Duft öffnet den Raum für Dankbarkeit, Klarheit und das bewusste Wahrnehmen dessen, was ist.
Ideal für Rituale zur Sommersonnenwende, für stille Momente im Licht...  oder einfach dann, wenn Du spürst: Es ist genug. Genau so, wie es gerade ist.


🌪 Räucherset "Tanz im Jahreskreis"

Es enthält Räuchermischungen für die 8 Jahreskreisfeste, außerdem eine Geburtstagsmischung für Deinen persönlichen Ehrentag und eine Mischung für einen besonderen Tag im Jahr. Besonders beliebt ist das im Set befindliche kleine Heftchen zum Jahreskreis 🧡.
Das Set ist perfekt, wenn Du für das ganze Jahr vorgesorgt haben möchtest.

Tanz im Jahreskreis - Set

 

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